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Neuigkeiten

Beitrag des Gemeindepräsidenten im Däniker Spate Juli 2017

Ich bin nicht perfekt. Ich arbeite auch nicht daran!

Liebe Leserinnen und Leser

Bald kommt die Zeit der Übergabe des Gemeindepräsidiums an meinen Nachfolger. 28 Jahre als Mitglied im Gemeinderat, davon 16 ½ Jahre als Gemeindepräsident, durfte ich mich für unser Dorf einsetzen. Fast die Hälfte meines Lebens habe ich mich politisch engagiert. Ich habe dies gerne gemacht. Es bereitete mir grosse Freude und ich hatte die gesamte Dauer meiner politischen Zeit stets gute Leute um mich herum. Leute, die mich voller Tatkraft unterstützt haben. Wir haben uns gegenseitig vertraut und gemeinsam zum Wohle unserer Gemeinde gearbeitet.

Ein Gemeindepräsident ist darauf angewiesen, dass das Umfeld stimmt. Es benötigt Leute im Rat, in den Kommissionen, auf der Verwaltung usw., die kritisch mitdenken, mitgestalten und mitentscheiden. Gerade in schwierigen Situationen, wo es wichtig ist, dass ein Gemeinderat mit einer Stimme spricht und geschlossen auftritt, ist es wertvoll, diese Unterstützung zu spüren. Dies ist alles andere als selbstverständlich. Es muss stets aufs Neue, mit Gesprächen und viel Überzeugungsarbeit, gewährleistet werden. Dies durfte ich in den über 16 Jahren Tätigkeit als Gemeindepräsident erfahren. Dafür bin ich allen dankbar. Meine Erkenntnis: Erfolg hat immer mit Menschen zu tun die Entscheide mittragen und Verantwortung übernehmen.

Sie werden nun von mir rein gar nichts lesen, was während meiner Präsidialzeit in unserer Gemeinde alles erreicht wurde. Sie können sich darüber selber ein Bild machen. So wie Sie es persönlich miterlebt haben. Ich selber schaue mit einer inneren Zufriedenheit auf meine Amtszeit zurück.

Eine Gemeinde entwickelt sich immer weiter. Ist mal ein Problem gemeistert folgt das Nächste. Es gäbe für einen Gemeindepräsidenten immer wieder einen Grund, nicht zurückzutreten, da noch Projekte nicht abgeschlossen sind. Geschäfte, die man gerne weiterführen und zu Ende bringen möchte. Es kommt jedoch die Zeit, wo es sinnvoll ist, neuen Kräften Platz zu machen. Neue Ideen sollen eine Chance bekommen.

Der zukünftige Gemeinderat wird sich, zusammen mit der Verwaltung, neuen Herausforderungen stellen müssen. So ist das politische Leben. Es soll und darf nicht ruhen. Und nie dürfen wir als Gemeinde auf den Lorbeeren ausruhen. Das wäre fatal. Es gilt immer wachsam zu bleiben.

Ich möchte mich mit diesen Zeilen bei all denjenigen Personen bedanken, die mit mir zusammen den politischen Weg gegangen sind und mir ihre Loyalität und Unterstützung zukommen liessen. Das hat mir die nötige Motivation gegeben, mich zu Gunsten unserer Gemeinde Däniken zu engagieren. Dies immer mit der nötigen Begeisterung und Beharrlichkeit. Das Amt als Gemeindepräsident war für mich eine Herzensangelegenheit.

Es gab zwar immer Momente, wo ich Entscheide fällen musste, die nicht gut angekommen sind und zum Teil sogar heftige Kritik auslösten. Ein Gemeindepräsident muss diesen Gegenwind aushalten können. Die Politik, das wissen wir alle, hat ihre Sonnen- wie Schattenseiten. Was immer ich gemacht habe: Das Wohl unserer Gemeinde stand immer im Zentrum. Dass während meiner Präsidialzeit nicht alles perfekt war, ist mir sehr wohl bewusst. Wo gearbeitet wird passieren Fehler. Wo gearbeitet wird kommt es auch zu Entscheiden, die man im Nachhinein betrachtet, anders gefällt hätte.

Es ist mir bewusst: Ich war und bin nicht perfekt. Ich arbeite auch nicht daran!
Ich bin und bleibe wie ich bin.

Jedenfalls wünsche ich meinem Nachfolger im neuen Gemeinderat die gleiche wertschätzende Unterstützung und Loyalität wie ich sie in all den Jahren erfahren durfte. Politik soll nicht nur Arbeit, sondern auch Freude bereiten. Vor allem dann, wenn man gemeinsam am gleichen Strick in die gleiche Richtung zieht und Ideen, Projekte und Vorhaben erfolgreich umsetzen kann. Dazu benötigt es im Vorfeld stets eine kritische Auseinandersetzung. Nach dem Entscheid ist es jedoch wichtig und ratsam, dass ein geeinter Gemeinderat auftritt. Dies ist entscheidend, dass Däniken als starke, selbstbewusste Gemeinde ihren eigenen Weg bestimmen und gehen kann. Heute und in Zukunft!

Herzlicher Gruss

Gery Meier (noch Gemeindpräsident)

Datum der Neuigkeit 22. Juli 2017