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15.12.2018 08:22:39


Neue Heizung für die Gemeindeliegenschaften

Neben der Genehmigung der Verpflichtungskredite für den neuen Wärmeverbund der öffentlichen Anlagen, dem Ersatz der Wasser- und Kanalisationsleitungen im Mühleweg und dem Ausbau der Zufahrtsstrasse zum KKG wird dem Souverän an der Gemeindeversammlung vom 10.12.2018 das Budget 2019 zur Beschlussfassung vorgelegt.

Wärmeverbund für alle Anlagen
Die Grundwasserwärmepumpe in der Erlimatthalle mit Jahrgang 1984 hat bereits ein beachtliches Alter erreicht. Im Jahr 2017 musste ein Kompressor totalrevidiert werden. Aufgrund des Alters ist davon auszugehen, dass auch die anderen Kompressoren bzw. weitere Komponenten der Heizung künftig ausfallen werden und kostspielige Reparaturkosten anfallen. Die Wärmeversorgung der Erlimatthalle und des Kindergartens, welche von derselben Heizung gespiesen wird, könnte bei einem Ausfall folglich nicht sichergestellt werden. Entsprechend ist eine Totalsanierung der Heizung angezeigt.

Die Grundwasserwärmepumpe in der Erlimatthalle ist ein Teil des gesamten Wärmeverbundes der gemeindeeigenen Liegenschaften. Im Verbund integriert sind zudem die Holzschnitzelheizung in der Schulanlage Bühl und die Ölheizung im Gemeindehaus. Da sich in den kommenden Jahren auch grössere Investitionen für diese beiden Heizungen aufdrängen, hat der Gemeinderat eine gesamtheitliche Überprüfung des Wärmeverbundes in Auftrag gegeben. Auf diese Weise lassen sich künftige Sanierungen und Anpassungen optimal planen. Bei der Ausarbeitung wurde gleichzeitig berücksichtigt, dass die heutige Holzschnitzelanlage ohne entsprechenden Feinstaubfilter nicht längerfristig weiterbetrieben werden darf. Eine Nachrüstung ist vorgeschrieben, um die neu definierten Feinstaubgrenzwerte einzuhalten. Ein Ingenieurbüro hat daraufhin den Wärmeverbund Däniken geprüft und mehrere Lösungsstrategien für die Zukunft ausgearbeitet.

Der Gemeinderat hat die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Möglichkeiten verglichen und detailliert gegeneinander abgewogen. Neben den Investitionskosten waren auch andere Faktoren wie beispielsweise die Umweltverträglichkeit und der Personalaufwand für die Entscheidungsfindung massgebend. Der Gemeinderat hat sich in der Folge einstimmig für die Variante mit der Inbetriebnahme einer neuen leistungsstärkeren Grundwasserwärmepumpe in der Erlimatthalle ausgesprochen. Für die Spitzenabdeckung ist eine Gasheizung vorgesehen. Dieses System erlaubt es, rund 80 % des jährlichen Wärmebedarfs aller Anlagen über die Grundwasserwärmepumpe abzudecken. So kann der Betrieb und der Unterhalt gegenüber der heutigen Situation stark vereinfacht werden, da nur noch zwei Wärmeerzeugungsanlagen an einem zentral gelegenen Standort betreut werden müssen. Die bestehenden Räumlichkeiten können zudem weiter genutzt und es muss nicht eigens für die neue Anlage ein neues Gebäude erstellt werden. Die zentral erzeugte Wärme wird über entsprechende Fernwärmeleitungen in die Unterstationen bei den anderen Gebäuden transportiert. Das bereits vorhandene Leitungsnetz zwischen den Gebäuden muss dafür ausgebaut werden. Die Kosten für den Ausbau des Wärmeverbunds belaufen sich auf 1.8 Millionen Franken.

Unter Würdigung der verschiedenen Aspekte sind die Ratsmitglieder überzeugt, mit dem vorliegenden Projekt eine moderne, langfristig funktionierende und umweltfreundliche Heizungslösung für die gemeindeeigenen Anlagen zu realisieren.

 

Neue Wasser- und Kanalisationsleitungen Mühleweg
Im Bereich des Mühlewegs und der angrenzenden Parzellen des ehemaligen Heer-Areals verlaufen Wasserleitungen mit Baujahr zwischen 1926 und Jahrgang 1962, welche bereits etliche Leckstellen aufweisen. Aufgrund des Alters und des Zustands sind die Leitungen zu sanieren. Ein Ersatz an derselben Stelle ist zum heutigen Zeitpunkt nicht sinnvoll, da nicht bekannt ist, wie die Flächen künftig genutzt werden. Des Weiteren ist der Teilbereich im ehemaligen Heer-Areal gemäss Altlastenkataster des Kantons als belastet definiert. Dies würde zu erhöhten Kosten bei einer Bautätigkeit führen. Da gleichzeitig ein Kanalisationsausbau im Mühleweg vorgesehen ist, sollen die Wasserleitungen in den Mühleweg verlegt werden.

Aufgrund von Rückstauungen bei der Abwasserleitung im Mühleweg wurde das gesamte Gebiet untersucht. Wie bereits im Generellen Entwässerungsplan (GEP) vorgesehen, soll aufgrund der Überlastung die Kanalisationsleitung im Mühleweg ausgebaut werden.

Durch die gesamtheitliche Prüfung wurde festgestellt, dass mehr Flächen in die Kanalisationsleitung im Mühleweg eingeleitet werden, als seinerzeit bei den Berechnungen des GEP berücksichtigt wurden. Der im GEP geplante Ausbau der Abwasserleitung würde demnach nicht ausreichen. Ein Ausbau für die zurzeit eingeleiteten Flächen würde hingegen zu sehr hohen Kosten führen. Aus diesem Grund soll eine neue Verbindungsleitung im Mühleweg im Bereich der Entsorgbar (Mühleweg Nord) erstellt werden, so dass der geplante Ausbau der Kanalisationsleitung im Mühlweg wie geplant realisiert werden kann. Für den Leitungsersatz werden Baukosten im Umfang von 1.34 Mio. Franken veranschlagt, welche dem Souverän zur Genehmigung unterbreitet werden.

Durch die Bauarbeiten wird ein grosser Teil der Strasse aufgebrochen. Diese Tatsache hat den Gemeinderat dazu bewogen, eine gleichzeitige Strassensanierung in Erwägung zu ziehen. Der Strassenbelag ist derzeit in einem ausreichenden Zustand und die Verkehrsbelastung ist eher gering, wonach die heutige Strasse noch mehrere Jahre genutzt werden kann. Der Gemeinderat hat basierend darauf beschlossen, auf die kostspielige Strassensanierung zu verzichten.

 

Ausbau Zufahrtsstrasse Kernkraftwerk
Das Kernkraftwerk (KKG) beabsichtigt infolge des Neubaus des regionalen Pumpwerks im Aarefeld ihre Abwasserleitung zu verschieben. Aus diesem Grund ist vorgesehen, die Leitung in die Kraftwerkstrasse zu verlegen. Dadurch wird ein Teil der Strasse durch die Bauarbeiten beansprucht. Da die Strasse teilweise erste Schäden aufweist, hat das KKG den Wunsch geäussert, die Strasse zu sanieren und gleichzeitig auszubauen. Folglich soll die Zufahrtsstrasse des KKG saniert und die notwendige Strassenentwässerung erstellt werden. Zusammen mit der Sanierung soll wie im rechtskräftigen Erschliessungsplan vorgesehen, ein Trottoir entlang der Kraftwerkstrasse erstellt werden. Durch diesen Ausbau kann dank der Trennung von Fussweg und Fahrbahn beidseitig die Sicherheit deutlich verbessert werden.

Die Sanierung wie auch die Erweiterung der Kraftwerkstrasse würde aufgrund des aktuellen Zustands von der Gemeinde noch nicht ausgeführt. Da der Ausbau und die Sanierung der Zufahrtsstrasse insbesondere auf Wunsch des KKG vorzeitig ausgeführt würden, hat das KKG zugesichert, die Kosten vollumfänglich zu übernehmen. Die Kosten für das Bauvorhaben betragen total 985‘000 Franken.

Das vorliegende Bauprojekt ist ein Teil von umfangreichen Abklärungen des KKG im Zusammenhang mit dem Neubau des Pumpwerks im Aarefeld. Diese Abklärungen sind derzeit noch nicht abgeschlossen. Sollte das Projekt umgesetzt werden, sollen die Arbeiten im ersten Halbjahr 2019 gestartet werden. Aus diesem Grund soll der Verpflichtungskredit bereits von der Gemeindeversammlung beschlossen werden. Wie erwähnt, werden bei einer Realisierung auf Wunsch des KKG die Gesamtkosten zu 100 % vom KKG übernommen. Dementsprechend werden die Arbeitsvergaben erst nach einer entsprechenden Zusicherung des KKG getätigt. Für die Gemeinde entsteht dadurch kein Risiko. Sollte das KKG auf die Umsetzung des Projekts verzichten, wird die Gemeinde das Bauprojekt nicht realisieren.

Andrea Widmer, Gemeindeschreiberin


Erlimatthalle Däniken
Die neue Heizzentrale soll in der Erlimatthalle untergebracht werden.

Datum der Neuigkeit 28. Nov. 2018
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