Einordnung der Situation
Es trifft zu, dass im Trinkwasser der Gemeinde der Chlorothalonil-Metabolit R471811 des inzwischen verbotenen Pflanzenschutzmittels Chlorothalonil über dem zulässigen Höchstwert von 0.1 µg/l liegt. Die gemessenen Werte in Däniken bewegen sich seit dem Jahr 2020 zwischen 0.16 und 0.31 µg/l.
Dieses Problem betrifft jedoch nicht nur die Gemeinde Däniken. Gemäss den Fachinformationen des Kantons Solothurn ist nahezu das gesamte Grundwasservorkommen südlich des Juras von erhöhten Chlorothalonil-Metaboliten betroffen. Landesweit ist gemäss dem Bundesamt für Umwelt mehr als jede vierte Messstelle betroffen. Es handelt sich somit um eine regionale Herausforderung, die viele Gemeinden gleichermassen betrifft. Der Kanton weist darauf hin, dass Chlorothalonil seit 2020 verboten ist und deshalb langfristig mit einem natürlichen Rückgang der Belastung zu rechnen ist. Dieser Prozess kann jedoch mehrere Jahre in Anspruch nehmen.
Gesundheitliche Bewertung
Der gesetzliche Höchstwert ist gemäss Bundesamt für Lebensmittelsicherheit ein Vorsorgewert. Eine Überschreitung bedeutet nicht automatisch eine akute Gesundheitsgefährdung. Die Beurteilung erfolgt durch die zuständige kantonale Fachstelle bzw. die Lebensmittelkontrolle. Die Gemeinde steht diesbezüglich in engem Austausch mit den zuständigen Stellen.
Laufende und geplante Massnahmen
Gestützt auf die gesetzlichen Vorgaben müssen in den nächsten zwei Jahren geeignete Massnahmen zur Senkung der Werte umgesetzt werden, sofern keine ausreichende natürliche Reduktion erfolgt.
Die Gemeinde Däniken plant mit einer angrenzenden Wasserversorgung eine Durchmischung des Trinkwassers mit weniger belastetem Wasser. Die erforderlichen Abklärungen und Planungen sind bereits eingeleitet. Die nächste reguläre Trinkwasseruntersuchung erfolgt im kommenden September. Auch diese Messresultate werden nach Vorliegen auf der Website der Gemeinde publiziert.
Information der Bevölkerung
Die Gemeinde informiert transparent über die Trinkwasserqualität. Die aktuellen Messwerte sind auf der Website der Gemeinde publiziert und werden seit 2020 laufend aktualisiert. Zudem wurde in der Vergangenheit im Rahmen von Mitteilungen auf der Website über neue Risikobewertungen und aktuelle Untersuchungsergebnisse informiert. Der Gemeinderat wird auch künftig informieren, sobald neue Erkenntnisse aus den laufenden Abklärungen oder neue Untersuchungsergebnisse vorliegen.
Die Gemeinde nimmt die Situation ernst und handelt im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. Gleichzeitig ist festzuhalten, dass es sich um eine überregionale Problematik handelt, die auf historische Belastungen des Grundwassers zurückzuführen ist. Durch das Verbot von Chlorothalonil, den natürlichen Rückgang der Konzentrationen sowie die geplanten technischen Massnahmen wird eine schrittweise Verbesserung erwartet.
