Die Bürgergemeinde Däniken war bis Ende 2024 eine selbständige politische Korporation innerhalb der Einwohnergemeinde, mit bestimmten Rechten und Aufgaben. Per 1. Januar 2025 hat sich die Bürgergemeinde mit der Einwohnergemeinde Däniken zusammengeschlossen. Die Stimmberechtigten beider Gemeinden haben an der Urnenabstimmung vom 3. März 2024 dem Zusammenschluss zur sogenannten Einheitsgemeinde mit der neuen Bezeichnung «Gemeinde Däniken» zugestimmt.
Folglich ist neu die Gemeinde Däniken für die bisherigen Aufgaben der Bürgergemeinde zuständig (Waldbewirtschaftung, Pflege von Kultur und des Erholungsraumes, Güterverwaltung, mit der politischen Führung ihrer Bürgergemeinde sowie mit dem Erteilen des Ortsbürgerrechtes sowohl an Ausländerinnen und Ausländer als auch an Schweizerinnen und Schweizer).
Eine wesentliche Aufgabe und auch finanzielle und personell aufwändige Last, das Fürsorgewesen für die Ortsbürgerinnen und –bürger innerhalb und ausserhalb des Gemeindegebietes wohnend, ging bereits 1995 an die Einwohnergemeinden über.
Wald
Die Däniker Bürgergemeinde besass über 100 Hektar Wald, welche mit dem Zusammenschluss in den Besitz der Gemeinde Däniken übergegangen sind. Der Anteil an Nadelholz liegt bei ca. 60%. Eine Hektar Wald beinhaltet einen Bestand bzw. Vorrat von 430 Kubikmetern (m3). Die jährliche Holzhiebmenge liegt bei 1300 m3. Der Sturm „Lothar“, der im Jahr 1999 grosse Waldflächen verwüstete, gibt noch heute Probleme auf, da der Holzpreis in die Tiefe sackte.
Vom Revier zum Forstbetrieb Niederamt
Seit dem Jahr 1973 pflegten die Gemeinden Dulliken, Däniken und Walterswil die intensive Zusammenarbeit mit dem sogenannten Forstrevier. Um die Wirtschaftlichkeit und die Bewirtschaftung zu steigern, wurde im Jahr 1995 zusätzlich mit Schönenwerd, Gretzenbach und Starrkirch-Wil die Forstbetriebsgemeinschaft beschlossen. Im Jahr 2018 entstand darauf der aktuell bestehende Forstbetrieb Niederamt. Diese öffentlich-rechtliche Unternehmung ist verantwortlich für die Waldpflege und Waldbewirtschaftung in den Vertragsgemeinden (Bürger- und Einheitsgemeinden Däniken, Dulliken, Gretzenbach, Schönenwerd, Starrkirch-Wil, Obergösgen und Stüsslingen-Rohr). Däniken ist daran entsprechend seinem Waldflächenanteil mit 13% beteiligt. Däniken ist auch Sitzgemeinde mit dem Forstwerkhof an der Gröderstrasse 68. Der Betriebsleiter (Revierförster) ist Ansprechpartner für alle Privatwaldbesitzer und er übernimmt mit seinem Team auch spezielle Holzereiarbeiten in Gärten, an Strassen und Geleisen. Trockenes und frisches Brennholz kann ebenfalls über den Forstbetrieb bestellt werden.
Bürgerregister
Es umfasst die heimatberechtigten Personen, ungeachtet ihres Wohnsitzes und wird durch das Zivilstandsamt Olten-Gösgen geführt. Däniken zählt weltweit um die 2’470 Bürger. Davon sind 257 in Däniken ansässig (Stand 2025 / Aktuelle Zahlen). Geläufige Bürgergeschlechter sind: Schenker (rund 50%), Hagmann, Schürmann, Meier, Schibler und Morach.
Politische Führung
Die politische Führung der Bürgergemeinde wurde durch einen fünfköpfigen Bürgerrat wahrgenommen. Es gab ihn seit dem Jahr 1916, als die Trennung von Einwohnergemeinde- und Bürgerrat beschlossen wurde. Vorher sassen im Einheitsrat ausschliessliche Bürger.
Die Bürgergemeindepräsidenten:
1916 – 1949 Josef Meier (1877 – 1959)
1949 – 1973 Bernhard Hagmann (1906 – 1984)
1973 – 2009 Anton Schenker, geb. 1942
2009 – 2024 Frank Leuenberger, geb. 1962
